Mit etwas Verspätung, hier noch ein Nachtrag zum restlichen Wochenende:
Auch wenn sich seit dem letzten Besuch von Bine in der Wohnung einiges geändert hatte, so blieb doch eines unverändert – die Größe des Bettes. Folglich gilt per Definition 8:00 Uhr als lange ausgeschlafen. Nach dem Frühstück ging es direkt wieder in die Innenstadt, dieses Mal zum gemeinsamen Erkunden der Straßen. Da im ach so frommen Bayern Mariä Himmelfahrt ein Gesetzlicher Feiertag ist, musste auch niemand der Versuchung widerstehen viel Geld bei einer ausgelassenen Shopping-Tour auszugeben. Dank meiner “IsarCard9Uhr”-Monatskarte hatte ich beinahe den Fahrkartenkauf für Bine erfolgreich verdrängt. Um ebenso ungetrübt mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch die Stadt gondeln zu können, beschlossen wir ein Tagesticket für sie zu kaufen. Dabei stießen wir auf das fragwürdige Preisgefüge der Münchner Verkehrsbetriebe. Eine Einzelfahrt schlägt mit 2,30 Euro zu Buche, folglich kostet eine Hin- und Rückfahrt 4,60 Euro. Wer jetzt noch liquide genug ist und gerade einmal 40 Cent drauf legt bekommt dafür eine ganze Tageskarte. Sieht so eine nachvollziehbare Preisgestaltung aus?
Meine vorausgegangen Erkundungsgänge zahlten sich aus, als zuverlässigen Stadtführer war ich in der Lage sämtliche bekannten Plätze und Gebäude in sinnvoller Reihenfolge und auf direktem Wege abzugehen. Auf dem Programm standen unter anderem Stachus, Frauenkirche, Marienplatz, National Theater, Hofgarten und der Englischer Garten.

Der Justizpalast

Was es nicht alles gibt in München... sogar einen Bi(e)nen Apotheke

Der Stachus... auch gut für eine Abkühlung?!

München ist einerseits traditionsbewusst aber eben auch Multi-Kulti
Nicht weil dort der Kaffee besonders gut und günstig ist sondern wegen seiner netten Lage, machten wir Pause bei meinem Lieblings Kaffeehaus, in dem der Eiskaffee besser unter dem Namen Frappuccino® bekannt ist. “Am Platzl” direkt neben dem Hofbräuhaus befindet sich das Probenhaus des bayrischen Staatsballetts. Kaffee zu trinken und dabei zusehen zu können wie im einem aus die Krüge gestemmt werden und ein Haus weiter die Damen hat schon etwas sehr unterhaltsames

Das Probenhaus "am Platzl"...

...und gleich nebenan das Hofbräuhaus

Das besagte "Lieblings" Kaffeehaus

Für alle Größen etwas dabei
Eine lustige Entdeckung machten wir noch anschließend noch im Englischen Garten. Auf einer leichten Anhöhe machten wir es uns im Schatten eines Baumes gemütlich. Würde der Englische Garten Jamaikanischer Garten heissen, dann wäre dieses fünfblättrige Gewächs wohl keine Seltenheit aber so fiel mir dieses sehr dahingestellt wirkende Pflänzchen erst auf, nachdem wir wieder am aufbrechen waren. An einem der Blätter hing ein Zettel mit der Aufschrift “Keep Munich Green” (Haltet München grün). Ein wirklich netter Scherz eines Legalisierung-Anhängers.

Keep Munich Green
Zurück in der Wohnung überzeugten wir noch Johannes davon, dass man Pizza auch ohne Fertigteig oder den Griff ins Tiefkühlregal selber machen kann. Erschwerend war jedoch das Fehlen einer Küchenwaage so wie die Nötige Zweckentfremdung einer Bierflasche als Wellholz. Aber es war nicht das erste mal, dass man sich in der WG-Küche als Meister der Improvisation beweisen musste
Im Biergarten an der Muffathalle erfolgte die Krönung eines schönen Münchner Sommerabend, durch das abschließende “kleine” Feierabend-Bier aus Krügen mit einem Liter Fassungsvermögen.
Der Sonntag stand wieder voll und ganz im Zeichen der Entspannung. Der Englischen Garten gleicht an heißen Wochenenden einem gut besuchten Freibad nur das Schwimmbecken sucht man vergeblich. Daher ist es auch kein Wunder, dass das Badeverbot in den Kanälen, die den Englischen Garten durchlaufen, großzügig ignoriert wird.
















